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Nikolausbrauch

Am 5. und 6. Dezember wandert nach altem Brauch in Dörfern und Städten der hl. Nikolaus

Von Haus zu Haus. Er richtet an Groß und Klein seine Mahnworte, und wo es sein muß, tritt der Krampus, der finstere Begleiter des heiligen Mannes, hervor und straft mit seiner langen Rute.

Das Vorbild unseres heutigen Nikolaus aber wurde in der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts in Lykien, einer Landschaft Kleinasiens, als einziger Sohn frommer Christen geboren. Kaum herangewachsen, machte es sich der junge Mann zur Aufgabe, das von seinen früh verstorbenen Eltern ererbte Vermögen den Armen zu schenken, ohne dass die Beschenkten wissen sollten, woher die Gaben kamen. So ist bekannt, dass er drei Mädchen, die wegen ihrer Armut keinen Freier fanden, der Reihe nach, heimlich in der Nacht, einen Goldbeutel ins Zimmer geworfen hat.

Bald wurde Nikolaus Bischof von Myra; man sprach ihm die wunderbaren Kräfte zu, Stürme zu entfachen und besänftigen zu können. Auf diese Weise wurde er Patron der Seefahrer, der Hilfsbedürftigen und Kinder. In vielen Hafenorten stehen heute noch Nikolauskirchen.

Trotz mancher Einwände von Seite ängstlicher Pädagogen und kirchlicher Stellen ist es üblich, dass mit dem Nikolaus als dem Symbol für das Gute auch der Vertreter alles Dunklen und Bösen in der Person des Krampus mitgeht, um dort, wo nichts zu loben ist, zu strafen und abzurechnen.